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Nutzungsmöglichkeiten von Energie

Energieträger - ob nun Öl, Gas, Strom, Sonne oder Holz - können unterschiedlich genutzt werden. Es gibt keinen Energieträger, der nun besser oder schlechter als der andere ist, es kommt auf das spezifische Einsatzgebiet an. Um ihr Wirkungsoptimum zu entfalten, ist das richtige Gerät Voraussetzung.

Brennwerttechnik:

Unter Brennwerttechnik versteht man das Herunterkühlen des Abgases bis zur Kondensatbildung. Die dabei freigesetzte Energie wird dem Heizkreislauf zugeführt. Dies erfolgt bei einem herkömmlichen Kessel nicht, denn dort wird die im Kondensat enthaltene Energie über den Schornstein in die Umwelt abgeführt.
Die Brennwerttechnik lässt sich grundsätzlich bei jedem Brennstoff einsetzen. Derzeit hat sie sich aber nur bei gasbefeuerten Anlagen durchgesetzt, da bei der Verbrennung von Gas mehr Wasser freigesetzt wird als bei Öl oder Kohle. Kohle und Öl haben den Nachteil, dass bei deren Verbrennung der im Brennstoff enthaltene Schwefel die Kesselwandungen und den Schornstein angreift und somit die Lebensdauer des Materials extrem vermindert.


Holz - Energie aus Biomasse:

Vom Lagerfeuer bis zur heutigen Holzheizung war es ein langer Weg. Dank der Fortschritte in der Anlagentechnik können moderne Holzheizsysteme mehr Nutzenergie aus der gleichen Menge Holz gewinnen als ältere Kessel. Für private Haushalte sind vor allem Scheitholz- und Holzpellet-Zentralheizungen geeignete Systeme. Erweitert um eine automatische Brennstoffbeschickung und Feuerungsregelungen bieten derartige Anlagen hohen Bedienungskomfort.

Die aktuelle BINE-basisEnergie-Info "Holz – Energie aus Biomasse" stellt den wieder neu entdeckten Energieträger vor und erklärt die Technik der Holzheizsysteme. Mit den geliebten offenen Kaminen, deren Energieausbeute bei nur etwa 20 Prozent liegt, haben die energieeffizienten Holzheizsysteme eigentlich nur noch den Brennstoff gemeinsam. Zudem muss für die Gewinnung nachwachsender Energieträger sehr viel weniger Energie eingesetzt als bei anderen Energieträgern. Bei Holzhackschnitzeln werden ca. zwei Prozent der im Brennstoff enthaltenen Energie für deren Gewinnung aufgewendet, bei Holzpellet sind es fünf Prozent. Im Vergleich dazu liegt dieser Wert für Heizöl bei 10-12 Prozent.

Holz ist die älteste Energiequelle des Menschen. In den Wäldern der Erde beträgt der Biomasse-Zuwachs jährlich etwa 170 Milliarden Tonnen. Das entspricht etwa 25 Mal dem Energieäquivalent der jährlich geförderten Erdölmengen. In Europa ist Holz auch heute noch der am häufigsten eingesetzte biogene Brennstoff. Die waldreichen Ländern Österreich, die Schweiz und Schweden haben schon lange den traditionellen Brennstoff für die Beheizung ihrer Häuser entdeckt. In Deutschland hat die Renaissance des traditionellen Brennstoffs gerade erst begonnen: Die Hersteller bieten eine große Auswahl Heizsystemen, während bei Brennstofferzeugung und -handel die Erweiterung der Kapazitäten noch in vollem Gange ist. Aufgrund seines hohen Vorkommens ist eine Preissteigerung - ganz im Gegensatz zu Öl und Gas - bei Holz nicht zu erwarten.


Niedertemperaturtechnik:

Niedertemperaturheizkessel werden auf Öl- oder Gasbasis mit einer Vorlauftemperatur von 40 bis 60° C betrieben (es gibt auch Modelle mit Vorlauftemperaturen von 35 bis 75° C). Mit Heizkörpern größerer Heizflächen (z.B. der Fußbodenheizung) läßt sich die gewünschte Raumtemperatur erreichen. Brennwertkessel erreichen während der gesamten Betriebszeit Kesselwassertemperaturen von 70 bis 90° C, Niedertemperaturheizkessel dagegen halten die Wassertemperatur darunter.

So vermeiden sie das Kondensieren von Dampf, die sog. Schwitzwasserbildung im Rohrsystem und den dadurch eintretenden Verlust an Wärmeenergie. Durch eine außentemperaturabhängige Steuerung der Kesselwasser- oder Vorlauftemperatur kann man Stillstandsverluste minimieren.
Eine Förderung von Niedertemperaturheizkesseln ist nach dem CO2-Minderungsprogramm möglich.


Regenerative Energie auf der Überholspur

Ohne Sonne – kein Leben.

Das Potenzial der Solarenergie ist mit knapp 4 Milliarden Jahren nahezu unerschöpflich. Sie kann direkt zur Erzeugung von Strom und Wärme genutzt werden, ist aber auch für alle anderen regenerativen Energien notwendig. Experten sehen nach der erfolgreichen Markteinführung der Windenergie im vergangenen Jahrzehnt nun die Chance, dass das neue Jahrtausend mit einer "Dekade der Biomasse" beginnt.


Sonne und Pelletsheizung im Einklang

Komfortabel und ideal zur Kombination mit Solarspeichern und -Kollektoren sind vollautomatische Pelletsheizungen. Sie können die solare Energieversorgungslücke im Winter schließen. Die thermische Solaranlage versorgt den Haushalt im Sommer und in den Übergangszeiten mit warmem Wasser und unterstützt die Heizung bis zu 25 % - den Rest übernimmt eine Pelletsheizung.

Die Kombination von Sonne und Holz löst hiermit ein Problem, welches die Solarbranche noch immer mit dem Einsatz von Langzeitwärmespeichern zu bewältigen versucht. Denn der alleinige Einsatz thermischer Solaranlagen zur Heizung ist wegen des geringen Angebots an Sonneneinstrahlung im Winter problematisch. Sehr hohe Deckungsanteile von Solarwärme erfordern hier einen beträchtlichen technischen und damit auch finanziellen Aufwand.

Im Privathaushalt bieten sich jedoch thermische Solaranlagen zur Heizungsunterstützung in den Übergangszeiten an. Im Frühjahr und Herbst kann der Bedarf an konventioneller Heizung um 50 % reduziert und so ein wichtiger Beitrag zur Verringerung des CO2-Ausstoßes geleistet werden. Das haben Hersteller von Solaranlagen erkannt und bieten nun eine gemeinsame Komplettlösung an.

Die Wahl hängt von Ihnen ab

Die Bauherren haben die Wahl zwischen Einzelöfen und Pellets-Zentralheizungen. Bei den einzelnen Öfen ist der Vorratsbehälter in der Regel seitlich neben dem Ofen angebracht. Der Brennkessel kann von Hand oder halbautomatisch mit Pellets versorgt werden. Zentralheizungen hingegen werden durch eine Förderschnecke oder einem Saugsystem mit Pellets versorgt.

Die einfache Technik der Förderschnecke kommt zum Einsatz, wenn der Lagerraum für die Pellets unmittelbar neben dem Heizraum liegt. In diesem Fall ist sowohl hohe Betriebssicherheit als auch Geräuschsarmut garantiert. Mithilfe von Saugsystemen kann der Pelletsvorrat (doppelt so groß wie der Raum für Heizöl) bis zu 20 Meter entfernt gelagert werden, beispielsweise in Form eines Erdtanks. Von Nachteil ist der dadurch entstehende höhere Geräuschpegel. Dieser lässt sich durch Schallisolierung der Rohrleitungen und einen zwischengeschalteten, periodisch aufgefüllten Vorratsbehälter senken. Sowohl Einzelöfen als auch Zentralheizungen können mit einer thermischen Solaranlage kombiniert werden, einem Kombi-Pufferspeicher als Schnittstelle zwischen Solaranlage und Heizung.

Liefert die Sonne nicht genug Energie für das Brauchwasser oder die Heizung, schaltet automatisch die Pelletsheizung ein. Bis zu einem Drittel des Wärmebedarfs kann direkt von der Sonne gedeckt werden, was die Brennstoffkosten entsprechend senkt und eine ideale und auf längere Sicht preiswertere Versorgung bedeutet. Im Mittelpunkt der Pelletsheizung steht die Brennkammer.

Das optimale Verhältnis von Verbrennungsluft, Brennstoffmenge und Betriebstemperatur wird durch eine digitalelektronische Steuerung ermöglicht, welche die Zündung der Verbrennung automatisch in Gang setzt. Resultierend ergeben sich niedrige Abgaswerte und ein hoher Wirkungsgrad von bis zu 95%.

Ölpreise steigen - besser: Sonne tanken!

Um Musik zu hören, wird ein Radio benötigt. Und um in den Genuss von Sonnenenergie zu gelangen, entsprechend die Solaranlage. Nur entfallen in diesem Fall auch die GEZ-Gebühren - nach Anschaffung der Solaranlage ist Sonnenenergie frei verfügbar. Stromanbieter können Ihnen nichts mehr anhaben, denn Sie konsumieren Ihren eigenen Strom - unabhängig. 

Und da die Rohölpreise auch in Zukunft weiter ansteigen, reißen diese in so manche Haushaltskasse ein großes Loch, denn die Kosten für Heizung und Warmwasserbereitung betragen rund 90% des gesamten Energieverbrauchs im Haushalt.

Um so interessanter klingt der Gedanke kostenlos verfügbarer Solarenergie.


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