Ohne Sonne kein Leben.
Das Potenzial der Solarenergie ist mit knapp 4 Milliarden Jahren nahezu unerschöpflich. Sie kann direkt zur Erzeugung von Strom und Wärme genutzt werden, ist aber auch für alle anderen regenerativen Energien notwendig. Experten sehen nach der erfolgreichen Markteinführung der Windenergie im vergangenen Jahrzehnt nun die Chance, dass das neue Jahrtausend mit einer "Dekade der Biomasse" beginnt.
Sonne und Pelletsheizung im Einklang
Komfortabel und ideal zur Kombination mit Solarspeichern und -Kollektoren sind vollautomatische Pelletsheizungen. Sie können die solare Energieversorgungslücke im Winter schließen. Die thermische Solaranlage versorgt den Haushalt im Sommer und in den Übergangszeiten mit warmem Wasser und unterstützt die Heizung bis zu 25 % - den Rest übernimmt eine Pelletsheizung.
Die Kombination von Sonne und Holz löst hiermit ein Problem, welches die Solarbranche noch immer mit dem Einsatz von Langzeitwärmespeichern zu bewältigen versucht. Denn der alleinige Einsatz thermischer Solaranlagen zur Heizung ist wegen des geringen Angebots an Sonneneinstrahlung im Winter problematisch. Sehr hohe Deckungsanteile von Solarwärme erfordern hier einen beträchtlichen technischen und damit auch finanziellen Aufwand.
Im Privathaushalt bieten sich jedoch thermische Solaranlagen zur Heizungsunterstützung in den Übergangszeiten an. Im Frühjahr und Herbst kann der Bedarf an konventioneller Heizung um 50 % reduziert und so ein wichtiger Beitrag zur Verringerung des CO2-Ausstoßes geleistet werden. Das haben Hersteller von Solaranlagen erkannt und bieten nun eine gemeinsame Komplettlösung an.
Die Wahl hängt von Ihnen ab
Die Bauherren haben die Wahl zwischen Einzelöfen und Pellets-Zentralheizungen. Bei den einzelnen Öfen ist der Vorratsbehälter in der Regel seitlich neben dem Ofen angebracht. Der Brennkessel kann von Hand oder halbautomatisch mit Pellets versorgt werden. Zentralheizungen hingegen werden durch eine Förderschnecke oder einem Saugsystem mit Pellets versorgt.
Die einfache Technik der Förderschnecke kommt zum Einsatz, wenn der Lagerraum für die Pellets unmittelbar neben dem Heizraum liegt. In diesem Fall ist sowohl hohe Betriebssicherheit als auch Geräuschsarmut garantiert. Mithilfe von Saugsystemen kann der Pelletsvorrat (doppelt so groß wie der Raum für Heizöl) bis zu 20 Meter entfernt gelagert werden, beispielsweise in Form eines Erdtanks. Von Nachteil ist der dadurch entstehende höhere Geräuschpegel. Dieser lässt sich durch Schallisolierung der Rohrleitungen und einen zwischengeschalteten, periodisch aufgefüllten Vorratsbehälter senken. Sowohl Einzelöfen als auch Zentralheizungen können mit einer thermischen Solaranlage kombiniert werden, einem Kombi-Pufferspeicher als Schnittstelle zwischen Solaranlage und Heizung.
Liefert die Sonne nicht genug Energie für das Brauchwasser oder die Heizung, schaltet automatisch die Pelletsheizung ein. Bis zu einem Drittel des Wärmebedarfs kann direkt von der Sonne gedeckt werden, was die Brennstoffkosten entsprechend senkt und eine ideale und auf längere Sicht preiswertere Versorgung bedeutet. Im Mittelpunkt der Pelletsheizung steht die Brennkammer.
Das optimale Verhältnis von Verbrennungsluft, Brennstoffmenge und Betriebstemperatur wird durch eine digitalelektronische Steuerung ermöglicht, welche die Zündung der Verbrennung automatisch in Gang setzt. Resultierend ergeben sich niedrige Abgaswerte und ein hoher Wirkungsgrad von bis zu 95%.
Ölpreise steigen - besser: Sonne tanken!
Um Musik zu hören, wird ein Radio benötigt. Und um in den Genuss von Sonnenenergie zu gelangen, entsprechend die Solaranlage. Nur entfallen in diesem Fall auch die GEZ-Gebühren - nach Anschaffung der Solaranlage ist Sonnenenergie frei verfügbar. Stromanbieter können Ihnen nichts mehr anhaben, denn Sie konsumieren Ihren eigenen Strom - unabhängig.
Und da die Rohölpreise auch in Zukunft weiter ansteigen, reißen diese in so manche Haushaltskasse ein großes Loch, denn die Kosten für Heizung und Warmwasserbereitung betragen rund 90% des gesamten Energieverbrauchs im Haushalt.
Um so interessanter klingt der Gedanke kostenlos verfügbarer Solarenergie.